Herzlich willkommen zum HanseHyp Zins – Newsletter
Schnee und Eis hält Deutschland weiter fest im Griff und wir schauen gespannt auf das neue Finanzierungsjahr. In unserem Newsletter geben wir Ihnen wieder einen kurzen Einblick in den Zins- und Immobilienmarkt.
Zinsmarkt: Zum Ende des Jahres 2025 sind die Baufinanzierungszinsen noch einmal merklich angestiegen. Wobei die langfristigen Zinsbindungen (15 Jahre und länger) wieder die Höchststände aus dem Jahr 2023 erreicht haben. Damit bewegen sich die Zinsen wieder auf dem höchsten Stand nach der Zinswende von Anfang 2022.
Die amerikanische Zentralbank FED hat in ihrer letzten Sitzung vom 28.01.2026 keine Veränderung der Leitzinsen verkündet. Für 2026 wird mit maximal einer kleinen Zinssenkung bei der FED gerechnet. Die Inflationsängste und die unvorhersehbaren politischen Entwicklungen bei den Zöllen oder den kriegerischen Auseinandersetzungen, veranlassen alle aktuell abzuwarten. Auch die EZB hat in ihren letzten Sitzungen die Leitzinsen auf dem Niveau von 2,00% belassen. Auch hier zählen die gleichen Aussichten wie bei der FED, sodass in diesem Jahr keine weiteren Zinssenkungen zu erwarten sind.
Zusätzlich steigt die Staatsverschuldung Japans auf ein Rekordniveau und damit auch die dortigen Zinsen. Auch diese Umstände werfen ihren Schatten auf das globale Finanzsystem und erzeugen weiteren Aufwärtsdruck bei den Bauzinsen.
Aktuell gehen viele Banken und Versicherungen davon aus, dass der Bauzins im Verlauf des Jahres eine seitwärts Bewegung vollziehen wird. Die hohe Neuverschuldung durch die schwarz-rote Bundesregierung wird dabei den Zins eher noch weiter nach oben treiben.
Waren im Jahr 2023 noch alle Zinsbindungen, für kurz-, mittel- und langfristige Laufzeiten, auf einem ähnlichen Niveau, können wir Anfang 2026 wieder deutliche Unterschiede in den einzelnen Zinsbindungen erkennen. Dies lässt darauf schließen, dass der Markt von steigenden Zinsen ausgeht.
Immobilienmarkt: Auch im Jahr 2026 wird der Immobilienmarkt mit einigen Hürden zu kämpfen haben. Allen voran treiben die gestiegenen Finanzierungszinsen die monatliche Belastung der Darlehensnehmer in die Höhe. Dazu haben einige Banken ihre Vergaberichtlinien weiterhin verschärft. Dies macht sich bemerkbar in teilweise höheren Tilgungserwartungen oder erhöhten Unterlagenanforderungen bei der Finanzierungsprüfung. Zusätzlich können wir auch einen Fachkräftemangel bei den Banken erkennen, sodass es teilweise zu sehr langen Bearbeitungszeiten kommt.
Durch eine nach wie vor hohe Bürokratie in den Bauämtern und hohe Baupreise, geht der Neubaumarkt weiterhin zurück. Für das Jahr 2026 stehen 150.000 genehmigte Neubauwohnungen in den Büchern. Dies ist der niedrigste Stand seit etlichen Jahren. Ob all diese Projekte in dem aktuellen Umfeld überhaupt umgesetzt werden, bleibt aber fraglich.
Immobilien in guten bis sehr guten Lagen erfahren weiterhin eine bessere Nachfrage. Wobei der ökologische Zustand der Immobilien immer mehr an Wichtigkeit erhält. Die hohen Kosten für jegliche Arten von Sanierungen drücken die Verkaufspreise für Bestandsimmobilien, die einen schlechten ökologischen Zustand aufweisen, enorm.
Das Team der HanseHyp steht Ihnen bei Fragen rund ums Thema Baufinanzierung gerne zur Verfügung.